Was bedeutet die CO₂-Kostenaufteilung für Vermieter und Mieter?

Die CO₂-Kostenaufteilung sorgt seit 2023 für neue Anforderungen bei Heizkostenabrechnungen. Wir erklären einfach, wie die Verteilung funktioniert.
Rechtliches
Lesezeit:
5
Minuten
Datum:
08.01.2026

Warum die CO₂-Kostenaufteilung eingeführt wurde

Steigende Energiekosten und neue Klimaschutzvorgaben haben in den letzten Jahren auch Auswirkungen auf die Heizkostenabrechnung. Seit 2023 gilt in Deutschland das sogenannte Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG).

Dieses Gesetz regelt, wie die CO₂-Kosten zwischen Vermieter:innen und Mieter:innen aufgeteilt werden.

Ziel ist es, Anreize für energieeffizientere Gebäude zu schaffen und die Kosten fairer zu verteilen.

Wie die CO₂-Kostenaufteilung funktioniert

Die Grundlage der Berechnung ist der CO₂-Ausstoß des Gebäudes pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr.

Je höher der Energieverbrauch und damit der CO₂-Ausstoß eines Gebäudes ist, desto größer wird der Kostenanteil der Vermieter:innen.

Bei besonders energieeffizienten Gebäuden tragen Mieter:innen einen höheren Anteil selbst. Bei ineffizienten Gebäuden verschiebt sich der Anteil stärker auf die Eigentümerseite.

Die gesetzliche Staffelung reicht dabei von:

  • 100 % Mieteranteil bei sehr effizienten Gebäuden
    bis
  • 95 % Vermieteranteil bei besonders ineffizienten Gebäuden

Welche Informationen in der Abrechnung erscheinen

Moderne Heizkostenabrechnungen enthalten deshalb heute zusätzliche Angaben zur CO₂-Aufteilung.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Gesamter CO₂-Ausstoß des Gebäudes
  • CO₂-Ausstoß pro Quadratmeter
  • Einstufung des Gebäudes
  • Aufteilung zwischen Vermieter:innen und Mieter:innen
  • Informative Berechnung des individuellen Kostenanteils

Dadurch wird nachvollziehbar dargestellt, wie die gesetzliche Verteilung zustande kommt.

Warum das Thema für Hausverwaltungen wichtig ist

Die CO₂-Kostenaufteilung bringt zusätzliche Anforderungen bei der Erstellung von Heizkostenabrechnungen mit sich.

Hausverwaltungen müssen sicherstellen, dass:

  • Verbrauchsdaten korrekt vorliegen
  • Emissionswerte berücksichtigt werden
  • gesetzliche Vorgaben eingehalten werden
  • Abrechnungen nachvollziehbar erstellt werden

Gleichzeitig entstehen häufig Rückfragen von Eigentümer:innen und Mieter:innen, wenn die neue Kostenaufteilung nicht verständlich erklärt wird.

Digitale Prozesse erleichtern die Umsetzung

Digitale Verbrauchsdaten und moderne Abrechnungsprozesse helfen dabei, die zusätzlichen Anforderungen effizient umzusetzen.

Automatisch erfasste Messdaten ermöglichen:

  • eine präzisere Datengrundlage
  • weniger manuelle Fehler
  • transparentere Abrechnungen
  • schnellere Bearbeitung

Gerade bei neuen gesetzlichen Anforderungen wird deutlich, wie wichtig digitale und nachvollziehbare Prozesse in der Immobilienverwaltung geworden sind.

Fazit: Transparenz wird immer wichtiger

Die CO₂-Kostenaufteilung ist ein weiterer Schritt hin zu mehr Transparenz und Energieeffizienz im Gebäudebereich.

Für Hausverwaltungen bedeutet das zwar zusätzliche Anforderungen, gleichzeitig bieten digitale Prozesse und moderne Funkmesstechnik die Möglichkeit, Abrechnungen effizienter und verständlicher umzusetzen.

Kuhnert Messtechnik unterstützt Hausverwaltungen dabei, Verbrauchsdaten digital bereitzustellen und Heizkostenabrechnungen nachvollziehbar und rechtssicher selbst zu erstellen.

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